Skifreizeit in Lenggries 2017

Am Freitag - kaum war die Tinte in den Schulheften getrocknet, machten sich rund 20  Schüler und drei Betreuer auf nach Lenggries. Nach einer kurzweiligen Busfahrt erreichten wir abends unsere Jugendherberge „DJH Lenggries“, dort wurden zügig die Zimmer aufgeteilt, die anschließend lauthals bezogen wurden. Es dauerte nicht lange, da lockten uns verführerische Düfte in Richtung Gemeinschaftsraum, die Kantine hatte geöffnet und bot ein reichhaltiges für Jugendherbergen außergewöhnlich gutes Abendessen an.

Die Vorfreude auf die kommenden Tage vereinte die Gruppe zu einem bunten Spieleabend, bei der auch die Erzieher, zur Freude der Jugendlichen, hier und da Federn lassen mussten.

Am nächsten Morgen endlich war es soweit, vom Zimmer aus konnten wir schon die weißen Felder unseres Ski- und Wandergebietes wahrnehmen. Schnee war etwas Mangelware, aber auf den präparierten Pisten dennoch ausreichend vorhanden. So teilten wir uns auch auf in zwei Gruppen: die einen wollten das Gebiet mit Rucksack und Wanderschuhen erkundigen, die anderen auf Skiern oder Snowboards. Unser Bus brachte uns nach dem Frühstück Richtung Skigebiet und es dauerte nicht mehr lange, da knirschten die ersten Schneeflächen unter unseren Schuhen. Auf den Gesichtern der Jugendlichen war abzulesen, wie sehr der glitzernde Schnee, der wolkenlose Himmel und die frostig frische Luft einem jeden die Vorfreude auf die kommenden Tage in die Augen zauberte.

Hier teilten sich die Gruppen auf, die eine trat ihren mehrstündigen Fußmarsch an, die andere eroberte die Pisten. Während sich die einen im Minutentakt unschöne Blasen an den Füßen erwanderten, rasten und stürzten die anderen auf ihren Skiern und Snowboards in hohem Tempo talwärts. Umso erholsamer war die Mittagspause, bei der sich jeder mit einem ordentlichen Happen stärken und dabei ausruhen konnte, um sich gleich danach wieder der Freude im Schnee oder dem Wanderweg hinzugeben. Viel zu schnell ging der erste Tag vorbei, angefüllt mit so viel Freude und Ausgelassenheit wie lange nicht mehr.

Doch am Abend waren die Blessuren nicht mehr zu übersehen: die Snowboarder und Skifahrer spürten erstmals wieder ihre Oberschenkel, sie konnten deutlich die Schmerzen  auf Rücken und Hinterteil lokalisieren und auch die Wanderer mit rotbackigen Gesichtern zogen nur zögerlich die Strümpfe aus, um die angeschwollenen Blasen nicht unnötig aufzureißen. Oh wie schön ist es doch in den Bergen! Nein, aber ehrlich, das muss genauso sein.

Am nächsten Tag gab es die Wahl, entweder chillen und relaxen im Thermalbad und dem geschundenen Körper etwas Gutes gönnen, oder nochmals zur Kämpfernatur zu mutieren und sich den Herausforderung im Berg stellen. Die Jugendlichen aus dem Martinihaus sind beides: die Chiller und die Killer!

So verstrich wieder ein Tag mit einer ordentlichen Portion an Spaß und Ausgelassenheit. Die anschließende Rückfahrt war dementsprechend äußerst ruhig und auffällig still, denn im Bus befand sich keine Horde lärmender Schüler, sondern friedliche, schlummernde Schüler, die sich einfach zwei Tage lang übernommen hatten.

Abends wieder zuhause angekommen war einstimmig klar: nächstes Jahr sind wir wieder dabei!