Wissenswertes zum Martinihaus

Es begann alles damit, dass der Dekan von Mergentheim, Josef Hofmeister, der Bistumpsflege einen Betrag von 900 Gulden vermachte, mit dem Gedanken, dass man dieses Geld doch für "ein Knabenseminar" einsetzen könnte.

Zehn Jahre später, im Jahre 1867 wurde das "Bischöfliches Knabenseminar" zur Heranbildung von Priesternachwuchs begründet. 35 Gecken zogen im selben Jahr in das Internat ein. Dieses nahm einen steten Aufschwung, so dass es zwischen 1900 und 1910 wesentlich erweitert wurde.

Den 1. Weltkrieg überstand das Martinihaus trotz vorübergehender Einquartierung von Soldaten. Der Schriftsteller und ehemalige „Zögling“ Vinzenz Erath (1906 - 1976) schreibt darüber in dem Roman „Das blinde Spiel“.

Martinihaus früherMartinihaus früher

 Martinihaus früher

 

 

 

 

Im 2. Weltkrieg war das Martinihaus auf Beschluss der nationalsozialistischen Regierung 5 Jahre (1940 - 1945) geschlossen. Immerhin konnten hier, in diesen 5 Jahren, Kinder der Gehörlosenschule aus Schwäbisch Gmünd versteckt werden.

Seit dem 7. Januar 1946 existiert das Martinihaus wieder als bischöfliches Studienheim. Im Jahr 2001 erhielt es aufgrund einer Neuorientierung den Titel „Musisches Internat“. Nach einer größeren Umbauphase kann das Musische Internat Martinihaus seit Oktober 2003, auch von Mädchen besucht werden.

Unter den „Großen“ die das Martinihaus als Internatsschüler erlebt haben, sind der schon erwähnte Vinzenz Erath, Professor Alfons Auer und Weihbischof Johannes Kreidler, um nur einige zu nennen.

Die Bilder wurden freundlicherweise von Eberhard Dahm und Dr. Albert Mohr zur Verfügung gestellt.